In mehr als einem dreiviertel Jahrhundert haben viele Menschen mit ihren Kindern und Kindeskindern bei der »Köln-Lindenthaler« ihre Heimat begründet.

Am 30.08.1919 hatten sich etwa dreißig Kölner Bürger in der Restauration »W.Saddeler« in der Bachemer Str. 219 in Köln-Lindenthal versammelt. Sie waren entschlossen, aus eigener Kraft und mit denen ihnen zur Verfügung stehenden ­geringen Mitteln eine Genossenschaft zu gründen.

Es war beabsichtigt, im Bereich Sülz/Lindenthal Ein- und Mehrfamilienhäuser zu bauen. Damit wollte man der bestehenden Wohnungsnot begegnen. Nach Überwindung von Anfangsschwierigkeiten konnte die Genossenschaft in relativ kurzer Zeit ihre Baupläne verwirklichen.

Bereits um 1930 war im Bereich Sülz/Lindenthal das Siedlungsbild entstanden, das uns heute wohlbekannt ist.

Nach Ende des 2. Weltkrieges waren von unseren 61 Häusern mit 404 Wohnungen, 11 Häuser mit 67 Wohnungen total zerstört. Weitere 15 Häuser mit 100 Wohnungen wiesen schwerste Schäden auf. Der Wiederaufbau erfolgte unter unvorstellbaren Schwierigkeiten.

In den 50er und 60er Jahren wurden noch Bauvorhaben in Zollstock, Vogelsang und Porz realisiert.

Als Anfang der 80er Jahre immer deutlicher wurde, dass trotz aller Bemühungen neue Bauvorhaben nicht durchführbar waren, widmete man sich verstärkt - bis heute – der ergänzenden Instandsetzung und Modernisierung des Haus-und Wohnungsbestandes.

Heute gehören zum Bestand der »Köln-Lindenthaler«: 111 Gebäude mit ca. 900 Wohneinheiten. Ergänzt wird der Bestand durch eine Reihe von Garagen und einigen Gewerbeeinheiten.